In einer Phase finanziellen Drucks entschied sie sich für ein vermeintlich besseres Angebot und wechselte zu einem anderen Personaldienstleister. Was zunächst nach Entlastung klang, wurde im Berufsalltag zur zusätzlichen Belastung.
Der Wechsel aus finanziellem Druck
Colleen fühlte sich bei Pacura med grundsätzlich sehr wohl. Vor allem zu ihrer damaligen Disponentin hatte sie ein gutes, freundschaftliches Verhältnis: Sie hatte stets ein offenes Ohr und war für Colleen jederzeit erreichbar. Auch mit ihren Einsätzen war die Gesundheits- und Krankenpflegerin sehr zufrieden.
Doch als Colleen und ihr Partner während der Corona-Zeit mit dem Hausbau begannen, wurde die finanzielle Belastung schnell enorm: Rohstoffmangel, steigende Preise – und parallel liefen die Mietkosten für die Wohnung weiter. Um das abzufedern, nahm Colleen zunächst zusätzlich einen Nebenjob bei einer anderen Zeitarbeitsfirma an. Als diese ihr schließlich ein deutlich besseres Angebot machte, entschied sie sich für den kompletten Wechsel. Der neue Vertrag klang vielversprechend: ein höheres Gehalt, Bonuszusagen und die Hoffnung, dass der finanzielle Druck dadurch spürbar nachlassen würde.
Die Realität: schwieriger Einsatz, fehlender Rückhalt und Versprechen, die nicht eingehalten wurden
Schon nach kurzer Zeit entwickelte sich die Zusammenarbeit mit dem neuen Arbeitgeber anders, als Colleen es erwartet hatte. Sie berichtet von einem Einsatz, der sie vor allem menschlich stark belastete – und von dem Gefühl, mit ihren Sorgen und Problemen allein zu bleiben.
Entgegen der vertraglichen Vereinbarung wurde Colleen in einem Pflegeheim eingesetzt. Zusätzlich wurde sie mit einem Bonusversprechen an den Einsatz gebunden: Wenn sie eine bestimmte Zeit bleibt, sollte eine Prämie ausgezahlt werden. Die Bedingungen vor Ort waren jedoch äußerst belastend: Die Zusammenarbeit mit den festangestellten Kolleginnen und Kollegen war schwierig, Zeitarbeitskräfte waren nicht willkommen, und die personelle Situation wirkte sich aus Colleens Sicht spürbar negativ auf die Patientenversorgung und -sicherheit aus.
Als Colleen diese Punkte bei ihrem Disponenten ansprach, erhielt sie kaum Unterstützung. Als sie aus dem Einsatz herauswollte, hieß es sinngemäß, sie müsse das „aushalten“ – schließlich verdiene sie dafür „gutes Geld“, statt gemeinsam nach einer Lösung zu suchen. Als Colleen dann aufgrund von Corona krankgeschrieben war, blieb der versprochene Bonus aus. Für sie war das der Wendepunkt. Nach wenigen Monaten zog sie einen Schlussstrich.
Zurück zu Pacura med
Als sich die Situation rund um den Hausbau beruhigte, traf Colleen eine klare Entscheidung: Sie kehrte zu Pacura med zurück. Sie wusste: Wenn es ein Problem gibt, kann sie anrufen und offen sprechen, ohne Angst vor negativen Konsequenzen. „Es wird immer nach einer Lösung geguckt“, sagt sie. Ob Urlaub, private Probleme oder herausfordernde Situationen im Einsatz – für Colleen ist entscheidend, dass sie Unterstützung erhält und sich nicht allein gelassen wird.
Was Colleen aus allem mitnimmt
Colleen war inzwischen bei drei Personaldienstleistern und weiß, wie unterschiedlich Zeitarbeit in der Pflege gelebt werden kann. Viele Pflegekräfte vergleichen vor allem das angebotene Gehalt – Colleen sieht das heute differenzierter:
„Geld ist nicht alles. Hinter dem Geld steckt oft etwas.“
Sie hat erlebt, dass manche Unternehmen zwar mehr zahlen, dafür aber an anderer Stelle sparen. Teilweise werden Urlaubstage oder Lohnfortzahlung im Krankheitsfall nicht so selbstverständlich behandelt, wie man es erwarten würde.
Bei Pacura med hat sie dagegen das Gefühl, offen kommunizieren zu können, ernst genommen zu werden und einen verlässlichen Ansprechpartner zu haben. „Ich würde immer wieder zu Pacura med zurückkommen“, sagt Colleen. „Andere Firmen waren sehr unpersönlich. Hier habe ich das Gefühl: Wenn etwas ist, kümmert sich jemand.“
Colleen bringt es auf den Punkt: Manche Firmen zahlen zwar mehr – aber irgendwo holen sie es sich wieder. Für sie sind das die „versteckten Kosten“, die Pflegekräfte langfristig Energie kosten: Diskussionen bei Krankmeldungen, leere Versprechen, Druck statt Rückhalt.




