Pacura & ich: Mitarbeiter im Portrait – Irene Manca

Seit August 2021 arbeitet Irene Manca bei Pacura med. Mit 25 Jahren im Pflegebereich hat die Fachkrankenschwester für Intensivpflege und Anästhesie schon einiges an Erfahrung gesammelt. Und dennoch lernte sie während der letzten drei Monate neue Facetten ihres Lebens kennen. Sowohl in der Freizeit als auch im Beruf.

In der rubrik Pacura und ich wird heute Irene Manca, eine Fachkrankenpflegerin, vorgestellt.

Von der Küchenhilfe zur examinierten Pflegefachkraft

Zu Beginn ihres Berufslebens hatte Irene die Pflege noch gar nicht auf dem Schirm. Im Anschluss an die mittlere Reife absolvierte sie erfolgreich eine Ausbildung zur zahnmedizinischen Assistentin. Nach nur kurzer Arbeitszeit ging sie in Elternzeit, damals noch „Erziehungsurlaub“. Sie konzentrierte sich auf die Familie, insbesondere ihre beiden Kinder. Nebenbei half sie in der Küche eines Altenheims aus. Dabei kam sie des Öfteren mit den Bewohnern in Kontakt. „Ich habe damals den Pflegekräften geholfen und den Bewohnern das Essen vorbereitet und eingegeben. Dabei habe ich gemerkt, dass mir das Ganze liegt“.

Im Jahr 2005, ihre Kinder waren im Kindergartenalter, startete sie eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin. Dreieinhalb Jahre Arbeit, Schule und Kindererziehung – eine Riesenleistung. Ihre Freunde und Familie gaben ihr in dieser Zeit starken Rückhalt. Bis zu ihrem Examen auf der Intensivstation arbeitete Irene in allen Bereichen des Krankenhauses. Sie absolvierte ebenfalls ein halbes Jahr in der Altenpflege mit anschließender Prüfung. Nun hatte sie verschiedene Bereiche kennengelernt. „Ich war eher fürs Krankenhaus geschaffen“, stellte die 42-Jährige fest. So entschied sie sich gegen die Altenpflege und für die Anästhesie. Es folgten 12 Jahre Arbeit in diesem Bereich und eine Weiterbildung zur Fachkrankenpflegerin für Intensivpflege und Anästhesie.

Nach dieser langen Zeit brauchte es einen Wechsel. Irene übernahm eine leitende Stellung in einer Privatklinik. Schon bald merkte sie, wie die Probleme dieser Einrichtung immer mehr zu ihren eigenen wurden. „Ich wollte diesen Bezug zur Klinik nicht mehr haben. Für mich steht der Mensch im Fokus und nicht die Klinik.“ Irene wollte etwas anderes, etwas Neues ausprobieren. Die Zeit zwischen der alten Stelle und ihrer Arbeit bei Pacura med war eine Herausforderung. Sie erzählt, wie ein sehr guter Freund ihr durch diese schwere Phase half. Über eine Freundin erfuhr sie schließlich von Pacura med und setzte sich mit Arbeitnehmerüberlassung auseinander. „Ich bin unvoreingenommen an die Sache rangegangen, so wie immer eigentlich“, berichtet sie. „Im Gespräch habe ich mich gleich wohl gefühlt.“ Der wechselnde Einsatzort bedeutet für sie eher Spannung als Nachteil. „Die Arbeitsweisen unterscheiden sich von Klinik zu Klinik. Man kann viel Neues dazulernen.“

Mehr Zeit für sich selbst

Zurzeit ist die Fachkrankenschwester im Einsatz auf einer Intensivstation in Würzburg. Für sie eine neue Erfahrung, da sie den Großteil ihres Berufslebens in der Anästhesie in Nürnberg verbracht hat. Trotz ihrer Ausbildung muss sie sich an die neue Stelle gewöhnen. „Auf der Intensiv hat man einen stärkeren Bezug zum Patienten, den gibt es im OP nicht. Man muss aufpassen, dass man das Ganze nicht zu nah an sich ranlässt.“ Keine leichte Aufgabe für die sonst sehr empathische Fachkrankenschwester. Mittlerweile gefällt es ihr auf der Intensivstation aber so gut, dass sie ihre Arbeitszeit dort verlängert hat. Um sich ihren Berufsalltag zu verschönern, begegnet die Italienerin ihren Patienten mit Humor. „Das Leben ist ernst genug, ein bisschen Humor lockert die Stimmung“. Sie beschreibt sich selbst mit dem italienischen Wort solare, was so viel wie „strahlend“ oder „sonnig“ bedeutet. Das ist auch die Rückmeldung ihrer Patienten. Wenn sie kommt, erhelle sie den Raum, hat man ihr gesagt.

Auch in ihrem Privatleben ergeben sich Änderungen. Irene erkennt klare Vorteile der Zeitarbeit und einer 35 Stunden Woche und erlebt eine völlig neue Work-Life Balance. „Ich hatte noch nie so viel Zeit für mich selbst“, stellt sie fest. „Ich habe mich und meine Bedürfnisse immer hintenangestellt. Nach 25 Jahren habe ich die Möglichkeit mich wirklich um mich selbst zu kümmern.“ Sie kocht leidenschaftlich und verabredet sich mit Bekannten und Arbeitskollegen. Seit Neustem nimmt sie zusammen mit einer Freundin an einem Yogakurs teil. Ab und an geht sie ins Café, um in Ruhe ein Heißgetränk zu genießen. „Anfangs war das schon ein bisschen komisch, so ganz allein“.

Vieles von dem, was ihr zu Beginn ihres Einsatzes in Würzburg ungewohnt schien, genießt Irene mittlerweile in vollen Zügen. Ein Cafébesuch ohne Begleitung ist nicht mehr komisch, sondern bedeutet Ruhe und Zeit, die sie für sich selbst hat. Ab und an geht die Filmliebhaberin auch gerne allein ins Kino. „Man kann sich viel besser auf den Film konzentrieren, es gibt keine Ablenkung“. Neben Klassikern wie James Bond oder Marvel-Filmen gehört auch die Reihe der Eberhoferkrimis zu ihren Favoriten. Vom Winterkartoffelknödel bis zum Kaiserschmarrndrama hat Irene das ganze Filmbuffet ausgekostet. Ihr gefällt die direkte Art und die Mischung aus Spannung und Humor.

Ein Kaffee auf Sardinien

Einmal im Jahr reist die Italienerin nach Sardinien, wo sie ihre Wurzeln hat. Sie verbringt den Urlaub im Haus ihrer Eltern. „Ich mache auf Sardinien einfach was mir gefällt,“ schwärmt sie. „Wenn ich Lust habe zu wandern, gehe ich wandern, wenn ich am Strand liegen will, liege ich am Strand und wenn ich zuhause bleiben will, dann bleibe ich zuhause“. Obwohl ihr Stress im Urlaub fern ist, trinkt Irene Kaffee zu jeder Tageszeit. Nicht zum Wachwerden, sondern aus Genuss. Ihr Konsum geht so weit, dass ihr bester Freund sie liebevoll „Mocca“ nennt. Mit ihm und seinem Partner war Irene 2021 auf Sardinien. Weil die gemeinsame Zeit allen so gut gefallen hat, ist der nächste Sardinienurlaub für das kommende Jahr bereits geplant.

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