Pacura & wir: Mitarbeiter im Portrait

Die Geschichte von Lisa und Niko könnte dem Drehbuch einer Krankenhaus-Serie entstammen. Die beiden Kollegen, die ihre Leidenschaft zu ihrem Beruf als operationstechnische Assistenten teilen, kannten sich flüchtig aus der Klinik, bis sie eines Tages zur gemeinsamen Schicht eingeteilt waren. Lisa und Niko verstanden sich von Anfang an prächtig und wie es das Schicksal so wollte, folgten viele weitere gemeinsame Bereitschaftsdienste, in denen die sympathischen Rheinländer Seite an Seite am OP-Tisch standen.

Ruhige Momente gab es bei Lisa und Niko nie, denn in den kurzen Pausen während der Nachtdienste herrschte immer Redebedarf. Die vielen Notfälle, die man zusammen erlebt, schweißen unglaublich zusammen. „Es gibt nichts Schöneres, als jemanden zu finden, der Deinen Beruf komplett versteht und Dich dabei immer unterstützt und hinter Dir steht.“, erzählt der 30-jährige Niko.

Und dann kam er: Dieser typische Aufzugmoment

Es war ein kühler Novembertag, als Lisa und Niko mal wieder zusammen im Dienstplan standen und nach einigen Stunden Schicht im OP-Saal der knurrende Magen nicht mehr zu überhören war. Gut, dass Nikos Papa für die Pause eine riesige Portion Spaghetti Bolognese eingepackt hatte, denn Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen. Kurzerhand hat Niko Lisa eingeladen, sich die Portion Spaghetti zu teilen. Lisa stimmte freudig zu und so saßen die beiden schweigend nebeneinander und stillten ihren Hunger. Dieser Abend war jedoch anders als die ganzen gemeinsamen Dienste davor, denn es war außergewöhnlich ruhig und ein Knistern lag in der Luft.

Doch das Schweigen wurde plötzlich durch zwei Notfälle unterbrochen, zu denen die OTAs gerufen wurden. Niko’s Unterstützung wurde dringend bei einer Not-OP benötigt, bei der eine Hirnblutung zu stoppen war; Lisa musste hingegen dringend bei einem Kaiserschnitt unterstützen. Auf dem Weg zu ihren Einsätzen standen sich Lisa und Niko schweigend im Aufzug gegenüber, ihr Herz schlug bis zum Hals und beiden ging nur ein einziger Gedanke durch den Kopf: „Küssen oder nicht.“ Doch niemand traute sich und als die Aufzugtüre wieder aufging, eilte jeder zu seinem Patienten. Einige Wochen nach diesem aufregenden Aufzugmoment wurde aus Lisa und Niko ein Paar. Seitdem gibt es die Duisburger nur noch im Doppelpack, weshalb natürlich auch beide OTAs für Pacura med im Einsatz sind. Im Oktober letzten Jahres krönten sie ihre Liebe mit einer Hochzeit in einer Waldkapelle am Niederrhein. Das Motto der Trauung – für manche zwar etwas makaber – aber für Lisa und Niko genau passend: Zwischen Hirnblutung und Kaiserschnitt.

Traumjob OTA: Mit vollem Herzblut dabei

Um die Notaufnahme-Stationen in Krankenhäusern, während der derzeit noch immer angespannten Corona-Lage zu entlastet, wurden in einigen Regionen Deutschlands Notfallpraxen eingerichtet. In einer dieser Praxen sind seit Beginn des Jahres unsere beiden OTAs Lisa und Niko im Einsatz und können außerhalb ihres gewöhnlichen Arbeitsumfeldes im OP auch mal die Arbeit in einer Arztpraxis näher kennenlernen. „Normalerweise haben wir vorwiegend mit schlafenden Patienten zu tun. Deshalb ist es jetzt umso spannender, auch mal die Patienten bei ihrem Erstkontakt mit dem Arzt zu begleiten“, sagt Lisa. Die Notfallpraxis ist vorwiegend in den Abendstunden geöffnet und Anlaufstelle für Patienten mit den unterschiedlichsten Beschwerden, die jedoch nicht mehr bis zum Hausarztbesuch am nächsten Tag warten können. Lisa und Niko sind mit vollem Herzblut dabei und durch ihre Tätigkeit als OTA gewohnt, auf Notfallsituationen zu reagieren und unter Hochspannung zu arbeiten. Von der Erfahrung der beiden profitierte auch ein Patient, der eines Tages mit gekrümmter Haltung zur Tür reinkam. Seine Körperhaltung versetze Lisa und Niko sofort in Alarmbereitschaft, denn der Herr zeigte typische Symptome, die auf einen Herzinfarkt hindeuteten. Die OTAs haben sofort den behandelnden Arzt, der noch mit einem anderen Patienten beschäftigt war, informiert und währenddessen schon mal alle Instrumente und Medikamente bereitgelegt, damit der Arzt sofort die lebensrettenden Maßnahmen einleiten konnte. Von den Ärzten erhielten die beiden Retterherzen viel Lob und Anerkennung. Für Niko und Lisa war diese Reaktion jedoch selbstverständlich: „Sowas macht man nur, wenn man seinen Job liebt und mit vollem Herzblut dabei ist. Während unserer normalen Tätigkeit im OP zählt manchmal jede helfende Hand, um Leben zu retten und in diesen Notfallsituationen verschwimmen dann oftmals die Grenzen zwischen Arzt und Assistent.“

Und wenn die Batterien leer sind: Einfach mal abtauchen

Lisa und Niko verbringen auch außerhalb des OP-Saals jede freie Minute miteinander. „Zeit für mich allein gibt es nicht, denn dabei würde ein Teil von mir fehlen“, schwärmt der 30-Jährige über seine Partnerin „mein gesamter Tagesablauf ist nur zusammen mit Lisa machbar.“ Um von den Adrenalin-geladenen Momenten, die während den Operationen oftmals herrschen, abschalten zu können, haben sich die beiden vor knapp drei Jahren ein ruhigeres Hobby gesucht. Für das Ehepaar gibt es nichts schöneres, als am Sonntag früh morgens zu einem der nahegelegenen heimischen Baggerseen zu fahren. Dort heißt es dann: Augen zu und einfach mal abtauchen. In den Unterwasserwelten der glasklaren Kiesseen der Naherholungsgebiete sind viele Fische anzutreffen und auch die Vegetation sorgt für jede Menge Entspannung. Neben Ausdauer ist das gegenseitige blinde Vertrauen, das sich die beiden auch in ihrem Beruf entgegenbringen, im Tauchsport essentiell. Außerhalb der Tauchsaison halten sich Lisa und Niko mit ausgiebigen Mountainbike Touren und Kraftsport fit. Dabei spielt das Wetter eine untergeordnete Rolle, denn die beiden Sportfreaks sind – egal ob bei Regen oder Wind – am liebsten draußen in der Natur und laden dort ihre Energiequellen für den (Arbeits-) Alltag auf.

Bald nehmen Lisa und Niko das Work&Travel Programm von Pacura med in Anspruch und können dabei nicht nur viele verschiedene Einrichtungen kennenlernen, sondern nach Feierabend die schönsten Regionen Deutschlands gemeinsam erkunden.