Berufe unter der Lupe: Hebamme/Entbindungspfleger

Welchen Tätigkeiten gehen Hebammen und Entbindungspfleger (m/w/d) nach? Pacura med hat das Berufsbild einer Hebamme genauer unter die Lupe genommen.

Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett gehören zu den intensivsten Lebensphasen von Frauen. In dieser Zeit stehen ihnen und ihren Familien vom Anfang der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit Hebammen und Entbindungspfleger zur Seite. Sie betreuen Frauen während ihrer Schwangerschaft und bei der Entbindung; versorgen Mütter und Neugeborene im Wochenbett und begleiten sie während der Stillzeit.

Für einen guten Start ins Leben!

Hebammen/Entbindungspfleger beraten Schwangere und führen die erforderlichen Vorsorgeuntersuchungen durch, um den Schwangerschaftsverlauf zu überwachen und Regelwidrigkeiten frühzeitig zu erkennen. Während der Geburt unterstützen Hebammen als Fachkraft für die Geburt die werdende Mutter. Sie überwachen den Fortschritt der Geburt, beruhigen die Gebärenden, halten sie zu Atem- und Entspannungsübungen an und kontrollieren die Vitalfunktionen von Müttern und Kindern. Hebammen begleiten Geburten im Krankenhaus, im Geburtshaus und zuhause.

Entbindungspfleger und Hebammen greifen in den Geburtsvorgang nur ein, wenn es medizinisch notwendig ist. Bei Komplikationen ziehen sie Ärzte bzw. Ärztinnen hinzu und assistieren bei ärztlichen Maßnahmen. Bei jeder Geburt in Deutschland muss nach der gesetzlich vorgegebenen Hinzuziehungspflicht eine Hebamme anwesend sein. Eine Hebamme darf somit eine Geburt auch ohne die Anwesenheit einer Ärztin oder eines Arztes durchführen – umgekehrt gilt das jedoch nicht.

Nach der Entbindung untersuchen und versorgen Hebammen Mütter und Neugeborene. In den ersten Wochen der Stillzeit suchen sie Mütter regelmäßig auf und beraten bei Fragen des Stillens, der Rückbildung sowie der Säuglingspflege und -ernährung. Die Hebamme bleibt auch nach der Geburt weiterhin eine feste Ansprechpartnerin für die frischgebackenen Mütter und Familien.

In der Zeit des Wochenbetts fördern Hebammen die Bindung zwischen Mutter und Kind sowie das Stillen. Sie helfen den Frauen, in ihre Rolle als Mutter hineinzuwachsen.  Neben der Klärung medizinischer Fragen geht es in den ersten Lebenstagen vor allem darum, dass Mutter und Kind eine gute und enge Beziehung zueinander aufbauen.

Tätigkeitsprofil Hebammen und Entbindungspfleger bei Pacura med:

Als Hebamme/ Entbindungspfleger (m/w/d) stehst Du werdenden Müttern mit Rat und Tat während des gesamten Schwangerschaftsverlauf zur Seite und begleitest diese bis zur Entbindung ihres Neugeborenen. Darüber hinaus übernimmst Du die Nachsorge, Betreuung und Stillberatung während der Stillzeit und betreust die frischgebackenen Mütter, Väter und Familien in den ersten Tagen und Wochen nach der Geburt.

Deine Aufgabenbereiche als Hebamme/ Entbindungspfleger (m/w/d) bei Pacura med:

  • Abwechslung und individuelles Arbeiten
  • Eigenverantwortliche und umfassende Betreuung der werdenden Mütter
  • Du führst selbständig komplikationslose Entbindungen, sowie Nachsorge und Beratung durch
  • Zusammenarbeit mit Pädiatern und Gynäkologen
  • Du überwachst Risikoschwangere und Risikogeburten
  • Du wendest dein Fachwissen für konventionelle und alternative Geburtsverfahren an
  • Dokumentationen führen und pflegen

Hebammen und Entbindungspfleger leisten mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft sowie zur Frauen- und Familiengesundheit. Dafür verdienen Sie aus der Sicht von Pacura med einen außergewöhnlich hohen Grad der Wertschätzung. Wir haben zu jeder Zeit Vertrauen in unsere Hebammen und versuchen sie bestmöglich in Ihrem verantwortungsvollen Arbeitsalltag zu unterstützen.

Du möchtest mehr über Deine Möglichkeiten als Hebamme oder Entbindungspfleger bei Pacura med erfahren? Schau Dich auf unserer Seite zum Berufsfeld der Hebamme um und bewirb Dich noch heute.

Zu den Stellenangeboten

Im Detail: Aufgaben von Hebammen und Entbindungspflegern

Du willst noch mehr über die verschiedenen Aufgaben einer Hebamme erfahren? In den folgenden Abschnitten findest Du noch mehr Informationen zu den unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern einer Hebamme/ eines Entbindungspflegers.

Hebammen und Entbindungspfleger beraten Frauen z.B. zu Fragen der Familienplanung und stellen Schwangerschaften fest. Während der Schwangerschaft führen sie Vorsorgeuntersuchungen laut Mutterschaftsrichtlinien (Mutterpass) durch und messen z.B. Gewicht und Blutdruck der werdenden Mütter, überwachen die kindlichen Herztöne und überprüfen die Lage der Kinder. Stellen sie Unregelmäßigkeiten fest, schalten sie behandelnde Ärzte bzw. Ärztinnen ein. Die Untersuchungsergebnisse tragen sie in den Mutterpass ein und besprechen sie mit den Schwangeren. Bei Risikoschwangerschaften überwachen Hebammen und Entbindungspfleger werdende Mütter ggf. auch stationär.

Hebammen und Entbindungspfleger informieren werdende Mütter bzw. Eltern umfassend über Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach. Sie beraten über schwangerschaftsgerechte Lebensführung, beispielsweise über die richtige Ernährung, informieren über die Säuglingspflege, das Leben mit dem Neugeborenen und bereiten werdende Mütter bzw. Eltern auf ihre neue Rolle vor.

Zur Geburtsvorbereitung lehren sie Entspannungs- und Atemtechniken, leiten die werdenden Mütter bei Beckenbodenübungen an, bei Übungen für das Kreislauf- und Stoffwechselsystem oder den Rücken. Sie bieten außerdem Rückbildungsgymnastik an und Kurse über Säuglingspflege oder Babymassage.

Unproblematische Entbindungen führen Hebammen und Entbindungspfleger selbstständig durch. Sie beruhigen werdende Mütter während der Wehen und kontrollieren den gesundheitlichen Zustand der Gebärenden und des Kindes, z.B. mit Wehen- und Herztonschreibern oder elektrischen Herzfrequenztastern.

In der letzten Geburtsphase führen sie den Kopf des Kindes und helfen so beim Austritt. Sie nabeln das Neugeborene ab, überprüfen die Atmung, stellen Geschlecht, Gewicht, Größe und Reifezeichen wie Hautfestigkeit und -farbe fest. Dann leiten sie die Mütter beim ersten Stillen an. Sie überwachen den Ausstoß und die Vollständigkeit der Plazenta (Nachgeburt, Mutterkuchen) und reinigen das Bett sowie benutzte Geräte. Abschließend dokumentieren sie den Geburtsverlauf. Bei Komplikationen während der Entbindung ziehen sie sofort einen Arzt oder eine Ärztin hinzu und assistieren bei ärztlichen Maßnahmen.

Während der ersten Tage und bis zu acht Wochen nach der Geburt betreuen Hebammen und Entbindungspfleger Mütter und ihre Neugeborenen besonders eng und stehen ihnen während regelmäßiger Hausbesuche mit Rat und Tat zur Seite. Sie leisten den Müttern Hilfestellung beim Stillen, beraten über Säuglingspflege und -ernährung, überwachen die Rückbildungsprozesse bei den Wöchnerinnen, informieren über pädiatrische Vorsorgeuntersuchungen und überwachen die Entwicklung der Neugeborenen. Der psychosoziale Aspekt spielt also eine wesentliche Rolle. In Krisensituationen vermitteln Hebammen Kontakt zu Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen, Arztinnen/Ärzten und Psychologinnen/Psychologen. Neben all diesen Tätigkeiten bieten Hebammen nach der Geburt zudem verschiedene Kurse an. Dies können unter anderem sein: Rückbildungsgymnastik, Babymassage, Erste Hilfe für das Kind etc.

Vertrauen ins Gelingen – das prägt die Hebammenarbeit, ganz besonders auch bei einer Geburt. Hebammen geben Frauen Zutrauen in ihre eigene Körperkompetenz. Sie nehmen die individuellen Wünsche von Frauen ernst und respektieren sie. Als verlässliche Bündnispartnerinnen der Frau unterstützen sie, dass die Frau Schwangerschaft und Geburt gestärkt erlebt und sie fördern die Einheit von Mutter und Kind. Durch eine kompetente Hebammenbegleitung wird das zukünftige, gesundheitliche Wohlergehen von Mutter und Kind gestärkt.

 

 

Quelle: Bundesagentur für Arbeit (www.berufenet.arbeitsagentur.de), Deutscher Hebammen Verband (www.hebammenverband.de)

Privacy Preference Center